Dr. Tanja Busse

© WDR, Bettina Fürst-Fastré

Dr. Tanja Busse

Geboren 1970 in Bad Driburg im gebirgichten Westfalen

Aufgewachsen auf einem Bauernhof als Tochter einer Lehrerin und eines Landwirts. Bullerbü-Kindheit mit viel Getier und genügend Matsch, mit Büchern und Sport. Nach der Lektüre von Mark Twain wurden die Emmer-Kämpe zum Mississippi-Ufer.

1989 Deutsche Jugend-Vizemeisterin mit der 3×800 Meter-Staffel der Leichtathletikfreunde Lüchtringen

1990 Abitur am Städtischen Gymnasium Steinheim, Reise durch Kenia und Tansania, danach zum Studium ins Ruhrgebiet: Journalistik in Dortmund, Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum. Studentische Hilfskraft bei Prof. Claus Eurich. 1990-96 Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Freie Mitarbeit für den WDR und jahrelang Rennpferdetraining auf der Galopprennbahn Dortmund, wo ich gelernt habe, dass sich große Kraft nur mit langen Zügeln beherrschen lässt.

1992/93 Volontariat beim WDR in Köln, Düsseldorf und Bielefeld

1994/95 Stipendium an der Scuola Normale Superiore in Pisa, danach Recherchereise durch Äthiopien, fünf Monate Praktikum beim Italien-Korrespondenten der Tageszeitung die taz, Werner Raith

1996 Brauner Gurt im Kickboxen (WAKO), danach Boxtraining beim Dortmunder Boxsport 20/50. Schönster Trainingsort: die Katakomben des Borussia-Stadions

1998 wissenschaftliche Hilfskraft bei Professorin Barbara Mettler-v. Meibom an der Universität GH Essen

2000 Promotion zum Doktor phil. mit der Arbeit „Weltuntergang als Erlebnis. Apokalyptische Erzählungen in den Massenmedien vor der Jahrtausendwende“ bei Prof. Claus Eurich und Prof. Kurt Koszyk

2001 erschien „Melken und gemolken werden. Die ostdeutsche Landwirtschaft nach der Wende“ im Berliner Ch. Links Verlag.

2003 Redakteurin beim Kulturradio WDR 3, danach Arbeit als selbständige Moderatorin und Autorin, vor allem für den WDR und DIE ZEIT

Von 2003 bis 2012 habe ich beim WDR moderiert, zunächst den wunderbaren Radio-Klassiker Das kritische Tagebuch, den Vorgänger des heutigen Politikums, dann die Kultursendung Resonanzen auf WDR 3 und das Magazin Neugier genügt auf WDR 5, zwischenzeitlich auch die Talkshow Westart-Talk im WDR-Fernsehen. Heute moderiere ich Diskussionsveranstaltungen und Tagungen zu den Themen Nachhaltigkeit, Ökologie, Landwirtschaft und Ernährung im Auftrag von Umweltverbänden, Ministerien, Museen und Stiftungen.

2006 erschien „Die Einkaufsrevolution. Konsumenten entdecken ihre Macht“ im Blessing Verlag München. Das Buch stand monatelang auf der Wirtschaftsbestseller-Liste. Seitdem zahlreiche Talkshowauftritte, zuletzt bei Beckmann und Anne Will.

Von 2007 bis ´10 war ich Kolumnistin beim Greenpeace Magazin und habe als Einkaufsrevolutionärin auf utopia.de geschrieben. Seit 2012 bin ich Autorin der „Sauberen Sachen“ in Stern Gesund leben, wo ich Produkte auf ihre ökologische und gesundheitliche Unbedenklichkeit untersuche.

2009 erschien „Die Ernährungsdiktatur. Warum wir nicht länger essen dürfen, was uns die Industrie auftischt“, ebenfalls im Blessing Verlag.

2009 Reiner-Reineccius-Medaille für Querdenker und Pioniere der Stadt Steinheim

2010 Auszeichnung mit dem Journalistenpreis Bio

Von 2010 bis 2016 Kuratoriumsmitglied des Instituts für theologische Zoologie in Münster, 2011 Gründungsmitglied des Instituts für Welternährung in Berlin und seit 2013 Beiratsmitglied des Rechercheportals Grüner Journalismus des Instituts für Kommunikation und Medien der Hochschule Darmstadt

2011 Recherchereise durch Sumatra

2012 Wiedereinstieg in die Landwirtschaft mit fünf Apfelbäumen (alte Sorten aus Westfalen) und zwei Kirschbäumen

Tanja Busse unterm Apfelbaum

2014-2015 Rettung des Wegwerfkalbs Jonny Roastbeef: Bei den Recherchen für mein Buch Die Wegwerfkuh stieß ich auf ein schwarzbuntes Bullenkalb, das keiner brauchen konnte, weil es zu klein für die Mast war, und fand einen Bauern, der es für mich in Pension bis zu seinem frühen Tod im Herbst 2015 hielt. Mehr zu Jonny Roastbeef und den Fragen, die er aufwirft, in Die Wegwerfkuh und in der April-Ausgabe von Zeo2 2015. Jonnys Todesursache ist unklar, der Tierarzt vermutet einen Fremdkörper im Magen.

Jonny-junger-Ochse

 

 

 

 

 

 

2015 erschien „Die Wegwerfkuh. Warum unsere Landwirtschaft Tiere verheizt, Bauern ruiniert, Ressourcen verschwendet und was wir dagegen tun können“ im Blessing Verlag.

Seit Dezember 2015 bin ich Mitglied des Kuratoriums der Schweisfurth-Stiftung für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.

Sprachen: Englisch, Französisch, Italienisch, Latein und ein bisschen Spanisch.

Ich lebe mit meiner Familie in Hamburg.

Siehe auch Wikipedia