Bücher von Tanja Busse

2014 ist „Die Wegwerfkuh“ erschienen und von Brandenburg bis Luxemburg und von Linz bis an die dänische Grenze bin ich zu Lesungen eingeladen worden, oft von Milchbauern, die so nicht weiter machen wollen!

CoverWegwerfkuh

 

 

 

 

 

 

 

Leseprobe und weitere Informationen auf der Seite des Verlags.

 

Die nächsten Lesungen & Vorträge

Keynote der  13. Internationale Tagung „Bau, Technik und Umwelt in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung“ vom 18.–20. September 2017 an der Universität Hohenheim auf Einladung des KTBL, Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft

Im September 2017 an der Universität Zürich, Termin folgt.

 

Die Kuh im Netz

Leider immer noch aktuell: Die Fragen, wohin mit den Bullenkälbern? Ein Interview im Bayrischen Rundfunk am 19.12.2016

Eine Milchmädchenrechnung im Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung fluter.de

Die Wegwerfkuh im Blog von Katrin Luber: Ist das vegan oder kann das weg?

Männliche Kälber von Milchkühen verlieren ihren Wert – ähnlich wie die Brüder der Legehennen: Bulle? Stirb! auf Spiegel Online

 

Die Wegwerfkuh im Fernsehen

Das elende Leben der Steaks. Was ist uns gutes Fleisch noch wert? hart aber fair am 7.12. 2015

Die Wut der Bauern. Sind unsere Lebensmittel zu billig? Günther Jauch am 10.5.2015

Bauer sucht Zukunft. Westart Talk am 8.2.2015

 

Vergangene Veranstaltungen

18.3. Lesung in Höxter im Historischen Rathaus Höxter im Rahmen der Frauenaktionswochen. Hier können Sie einen Bericht dazu lesen!

Die Künstlerin Nicole Drude aus Bad Driburg hat zur Lesung zwei Bilder ausgestellt, zu denen sie mein Buch „Die Einkaufsrevolution“ inspiriert hat. Wer genau hinschaut, sieht was wir im Kopf haben!

 

 

 

 

 

 

 

 

16.1. in der Universität Rostock auf Einladung des BUND Mecklenburg-Vorpommerns und der Agrar- und umweltwissenschaftlichen Fakultät der Uni, 15.15 im Großen Hörsaal im Justus-von-Liebig-Weg 6

 

 

 

 

 

 

Am 16.12. um 19.30 im Gasthof zur Post in Neuhofen an der Ybbs in Niederösterreich auf Einladung des Österreichischen Unabhängigen Bauernverbands

Am 15.12. Münchner Zukunftssalon, Waltherstraße 29, 19 – 21 Uhr

20.11. in der Volkshochschule Essen

15.11. in der Fachschule für Agrarwirtschaft Stadtroda in Thüringen,

15.10. Vortrag auf der Tagung der Agrar- und Veterinärakademie AVA in Göttingen,6.10. im Rathaus von Ahrensburg bei Hamburg zur Eröffnung einer Fotoausstellung des Vereins für Tierrechte,

22.9. Vortrag und Diskussion auf der Konferenz „Hat der bäuerliche Familienbetrieb Zukunft?“ des Landesamtes für Natur, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein auf dem NORLA-Gelände in Rendsburg

Lesereise mit den Grünen in Bayern am 24.6. in Freising, am 25.6. in Dillingen und  in Ingolstadt

23. Juni um 19.30 im Gasthof zur Post in Seekirchen am Wallersee (im Salzkammergut) auf Einladung der IG Milch,

22. Juni in der Landwirtschaftlichen Fachschule Hohenlehen, Garnberg 8, Hollenstein an der Ybbs

8.6. Lesung und Diskussion in Bugewitz bei Anklam, organisiert vom Demokratieladen Ankam

31.5. in Georgsmarienhütte bei Osnabrück, organisiert von den Grünen im Osnabrücker Land

14.2. Vortrag beim 4. Tierärztetag der Tierärztekammer Schleswig-Holstein in Schleswig

7.1. Vortrag beim Fleischrindersymposium des Landwirtschaftlichen Beratungszentrums Plantahof im Kanton Graubünden, Schweiz

IMG_7948

 

 

 

 

 

 

1.12. 19.30 Lesung im Gasthof Alpenblick in Wonneberg, Kreis Traunstein, veranstaltet vom AgrarBündnis Berchtesgadener Land

27.11.  20.oo Uhr Lesung und Diskussion im Gasthof Meta in Hesel, Ostfriesland, organisiert vom Bund Deutscher Milchviehhalter

23.11. 16.15 Uhr Ringvorlesung an der Universität Lüneburg in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hannover zum Thema Lebensstile und Landwirtschaft

14.11. Vortrag auf der Jubiläumsveranstaltung „FrauenconZiel“ der katholischen Kirche in Paderborn

9.11. Lesung und Diskussion mit Robert Habeck, Landwirtschaftsminister von Schleswig-Holstein in der GLS Bank Hamburg

1.11. 11 Uhr Lesung in Bad Nauheim, Hotel Dolce, mit dem BUND Kreisverband Wetterau

1.11. 20 Uhr Diskussion „Sind alle Kühe arme Schweine?“ auf Einladung des tierärztlichen Unternehmens Kuhkraft u. a. mit Prof. Dr. Holger Martens Dorfgemeinschaftshaus Frankenau-Ellerhausen

11.10. Lesung und Diskussion mit Udo Hansen von ProVieh und der Milchbäuerin Kirsten Wosnitza in Steinbergkirche, Geltinger Bucht, Schleswig-Holstein auf Einladung der Bürgerinitiative Schönes Angeln, 11:30 Uhr

30.10. Vortrag auf der Konferenz von Bio Luetzeburg zur Bio-Landwirtschaft in Roodt-Syre in Luxemburg

5.10. Lesung und Diskussion in Eberswalde, Tanzsalon Zippel, 18 Uhr, mit Axel Vogel, Fraktionschef der Grünen im Landtag Brandenburg und Anja Hradetzky, Milchbäuerin

Wegwerfkuh

 

 

 

© Andreas Reichling

28.9. Lesung in der Buchhandlung Teresa Welte am Marktplatz 4 in Hechingen 19 Uhr

29.9. Lesung im Gasthof Wirt im Feld in Steyr-Gleink in Oberösterreich 20 Uhr

22.9. Lesung in der VHS Bottrop

15.9. Diskussion im Metropoliskino in Hamburg nach der Vorführung von  „10 Milliarden“  von Valentin Thurn

28.6. Vortrag auf der Landwirtschaftstagung der Evangelischen Akademie Hofgeismar

19.4. Buchvorstellung am „Tag der Kuh“ in Kiel zusammen mit ProVieh, dem Milchbauern und Schriftsteller Michael Stührwoldt, dem Filmemacher Bertram Verhaag und dem Landwirtschaftsminister von Schleswig-Holstein Robert Habeck

8.5. Lesung und Diskussion mit der Milchbäuerin Kirsten Wosnitza in der GLS Bank in Berlin

 

 

Einige Rezensionen

Ausgebrannte Kühe. Eine Rezension von Tania Greiner in Natur, September 2015.

Das Ex-und-Hopp-System der Bauern. Eine Rezension von Berthold Merkle in der Rheinischen Post vom 31.8. 2015

Darf man mit Tieren wie mit Waschmaschinen umgehen? Ein Lob von Alexandra Hildebrandt in der HuffingtonPost.

Die Wegwerfkuh. Wie wir den Welthunger besiegen können am 28.3. 2015 in Titel, Thesen, Temperamente in der ARD und Wiederholung am 7.4. in Westart, WDR

Ein Lob von Rupert Neudeck auf der Sonnenseite

Und noch ein Lob von der Schweizer Bloggerin Sabrina Kammer

Lösungen des Herzens finden: Ein Interview mit Renée Herrnkind im Demeter Journal

Ein kritischer Blick des Tierrechtlers Tom Bradschetl

Eine Buchempfehlung im Dortmunder Lokalkompass

 

 

Die Wegwerfkuh im Radio

Unter anderem hier:

14. Juni 2015: Die Wegwerfkuh in „Fragen an den Autor“ im Saarländischen Rundfunk, 11:04 Uhr bis 12:00 auf SR2 KulturRadio am 14. Juni 2014

Ein Gespräch über die Wegwerfkuh in MDR Figaro am 29.4. 2015

Zum Ende der Milchquote am 1.4. 2015:

Ganz früh morgens, zur Melkzeit, in MDR Figaro: Ertrinken wir bald in Milch?

Und im Nordwestradio: Vom Aussterben bedroht: die Wegwerfkuh. Journalistin fordert Umdenken.

E per gli italiani: Quote latte addio: ein Beitrag von Giulio Galoppo zum Ende der Milchquote am 1.4. 2015 im Radio Colonia von Funkhaus Europa, WDR

Zu Gast in der Redezeit auf WDR 5 am 31.3.2014.

 

 

2010 ist „Die Ernährungsdiktatur“ erschienen: Darf ich Sie zum Essen einladen? Nehmen Sie doch Platz am globalen Mittagstisch!

Wie kann es sein, dass eine Milliarde Menschen auf der Welt nicht genug zu essen bekommen und ebenso viele Menschen immerzu so viel und ungesund essen, dass sie dauerhaft krank davon werden?

Ich habe mir vorgestellt, dass alle diese Menschen nebeneinander an einem globalen Mittagstisch Platz nehmen: Die Hungernden neben den Übergewichtigen, die Gourmets neben den Junk-Food-Essern, die Fehlernährten und die vielen Verunsicherten, die nicht mehr recht wissen, was gut für sie ist. An diesem Tisch gäbe es genug Essen für alle, und ich bin mir sicher, es würde gelingen, es so zu verteilen, dass alle satt werden.

Warum aber verhungern dann so viele? Und warum steigen die ernährungsbedingten Krankenkassenkosten in den reichen Ländern? Warum essen wir uns krank, mitten im Überfluß? Zu fett, zu süß, zu salzig? Warum gibt es trotz strenger Gesetze immer wieder Lebensmittelskandale?

Dr. Tanja Busse: die Ernährungs-Diktatur, warum wir nicht länger essen dürfen was uns die Industrie aufgetischt

Der globale Mittagstisch ist längst ökonomische Realität, nur leider eine, bei der die Verteilung misslingt. Die Agrar- und Ernährungsindustrie ist ebenso globalisiert wie der Rest der Wirtschaft. Wir ernten und produzieren mehr Lebensmittel als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit, doch wir verschwenden auch mehr als jemals zuvor. Die industrielle Ernährungswirtschaft gefährdet die Grundlagen, von denen sie lebt: den Reichtum der Böden, die Vielfalt der Pflanzen und Tiere und das traditionelle Wissen der Bauern und Verarbeiter weltweit.

Wie könnte es besser gehen? Ich glaube, dass Ernährungs-Souveränität die Lösung ist: Nicht gefüttert werden, sondern selber essen! Und kochen! Und vielleicht sogar ernten und anbauen! Konsumenten, Bauern und Verarbeiter sollten die Freiheit zurückgewinnen, selbst zu entscheiden, was sie sie essen und anbauen wollen, welche Risiken sie dabei eingehen wollen und welche nicht. Sie sollten sich nicht von Werbung und Industrie-Interessen bevormunden lassen.

Was alles schief läuft und wie das besser gehen könnte, das beschreibe ich in der „Ernährungsdiktatur“.

Rezensionen, eine Auswahl

Petra Steinberger: Über den Tellerrand, in der Süddeutschen Zeitung vom 14.10.2010
Susanne Billig: Der globale Mittagstisch, in Radiofeuilleton von Deutschlandradio Kultur am 25.4.2010
Sabine Weber: Fertiggericht oder Bioanbau, in Andruck im Deutschlandfunk vom 5.7.2010
Nicolai Kwasniewski: Die Ernährungsdiktatur, in NDR Info, Das Politische Buch vom 17.5.2010
Ulrich Jasper: Die Ernährungsdiktatur, in der Unabhängigen Bauernstimme von Juli/August 2010
Andrea Fonk: Hamburgerin des Monats: Tanja Busse, in der Szene Hamburg, Mai 2010
Sarah Pancur: Die rote Grütze ist nur eine rote Pfütze, in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 3.7.2010
Siehe auch beim Perlentaucher

Die Ernährungsdiktatur im Fernsehen

Presseclub vom 27.1.2013: Klasse für die Reichen, Masse für die Armen – was ist uns Essen wert?
Beckmann am 8.11.2012: Die süße Gefahr. Wenn Zucker krank macht
Anne Will am 10.10.2012: Werden wir im Supermarkt getäuscht?, siehe auch die Rezension in der Welt
Daniel Münter: Alles Rote Grütze? in Quarks & Co vom 2.8.2011

Zahlreiche Lesungen, Vorträge und Diskussionen, unter anderem hier

3.12.2014  Zu Gast in der Reihe „Profilierte Querdenker im Gespräch“ in der Kommende Dortmund

AL2Q5641

 

 

© Land Oberösterreich

23.9.2014 Vortrag auf dem Oberösterreichischen Umweltkongreß 2014: Essen wir die Welt gesund! in Linz

AL2Q5717

 

 

© Land Oberösterreich

10.9. Podiumsdiskussion beim Zukunftsdialog der Geflügelwirtschaft in Berlin

7.2.2014 Jubiläumsfeier zum Abschluß der Kampagne „300 Jahre Nachhaltigkeit“ der deutschen Forstwirtschaft in Freiberg in Sachsen, wo Hans Carl von Carlowitz gewirkt hat, der Mann, der den Begriff der Nachhaltigkeit vor 300 Jahren  für die Forstwirtschaft geprägt hat: Vortrag zum Thema: Die Verantwortung für die Verwirklichung einer nachhaltigen Gesellschaft liegt in den Händen der Konsumenten.

15.11.2013 bei der Tagung „Zwischen Mist und Medien“ in der Evangelischen Akademie Hofgeismar zum Thema Bilder- und Selbstbilder in der Landwirtschaft

25.8.2013 beim IdeenExpo-Talk Ernährung 4.0 mit Ranga Yogeshwar im Herrenhäuser Schloß in Hannover

IMG_9422

 

 

 

© Fabian Koch

 

 

21.2.2011 als Auftakt der Lesereihe „Happen fürs Hirn“ im Speisezimmer von Sarah Wiener

 

2006 ist „Die Einkaufsrevolution“ erschienen: Wann hören Sie auf, Dinge zu kaufen, die sie nicht wollen?

Ich trug Kinderarbeit auf der Haut, Blut am Handy, mein Geld finanzierte einen Bombenbauer und mein Auto blies feinen Staub in Kinderlungen. Und das fühlte sich nicht gut an.

Ich ärgerte mich, dass ich Dinge gekauft hatte, die ich eigentlich nicht wollte, und dass ich Zustände unterstützte, die ich verabscheute. Und fragte mich, warum ich so naiv gewesen war. Es gibt ja offensichtlich kein Naturgesetz, was besagt, dass man, sobald man mit dem Einkaufen beginnt, mit dem Denken aufhören muss!

Dr. Tanja Busse: die Einkaufs-Revolution, Konsumenten entdecken ihre Macht

Diese Gedanken haben mich zu den Recherchen für die „Einkaufsrevolution“ 2006 geführt, und ich war sehr froh, dass ich einen Verlag von meiner Idee überzeugen könnte. Denn ich dachte, ein Buch, in dem steht, was wir alles falsch machen beim Einkaufen und wem wir damit schaden, will eigentlich keiner lesen.

Doch dann entdeckte die Münchner Polizei hunderte Tonnen von Gammelfleisch und Sandra Maischberger machte Konsumterror zum Thema ihrer Sendung und lud mich als Zeugin der Anklage ein. Am nächsten Tag war die „Einkaufsrevolution“ Aufsteiger des Tages bei Amazon, und im Dezember stand das Buch auf Platz 13 der Wirtschaftsbestseller des manager magazins.

Ich bekam Dutzende von Einladungen von Journalisten, Hausfrauenverbänden, kirchlichen Gruppen, Künstlern und Umweltschützern. Überall, wo ich hinkam, um für politischen Konsum zu werben, waren die politischen Konsumenten schon da. Ich verstand, dass es meine Idee von der Einkaufsrevolution längst gab und dass ich – anfangs ohne es zu merken – Teil einer Bewegung war, die an eben dieser Revolution arbeitet.

Seitdem ist viel in Bewegung geraten, und viele Unternehmen haben sich auf kritische Konsumenten eingestellt und präsentieren ihnen mal echte Verbesserungen und mal dreiste PR-Lügen und teuer inszeniertes Greenwashing.

Die Forderung nach politischem Konsum bleibt also bestehen!

Rezensionen, eine Auswahl

Paul Nolte: Das Leben des Schweins. Können die Konsumenten dafür sorgen, dass umweltgerechter produziert wird? Ja, und Tanja Busse zeigt wie, in taz vom 10.3.2007
Sebastian Bräuer: Im Supermarkt die Welt verbessern, in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 22.10.2006
Ludger Heidbrink: Gebraucht wird der Verbraucher. Der Konsum hat gesiegt, jetzt muss er zivilisiert werden, in Die Zeit Literatur vom November 2006
Ein Interview mit Christina Maria Berr: Einkaufen ist wie eine Wahl, in Süddeutsche Zeitung vom 5.12.2006
Siehe auch Perlentaucher

Viele Lesungen und Diskussionen zum Thema, unter anderem hier

21. April 2012 „Mit öko-fairem Konsum die Welt verändern“ beim McPlanet-Kongreß von Attac, BUND, Greenpeace u.a. in Berlin

8. Juli 2010 „Wie Produkte heute gemacht werden und was sie mit uns machen“ Ein Gespräch mit Wolfgang Ulrich in der Reihe Die professionalisierte Bürgerin an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe

 

Die ostdeutsche Landwirtschaft nach der Wende: Eine letzte große ideologische Schlacht

Ende der neunziger Jahre zerfielen im Osten Deutschland Tausende von Ställen. Auf unseren Reisen sahen wir LPGs in Trümmern. Aber wo waren die Menschen geblieben, die dort gearbeitet hatten? Und wer bewirtschaftet das Land jetzt?

Nirgendwo sonst wurde nach der Wende derart heftig gestritten wie in der ostdeutschen Landwirtschaft. Hier lieferten sich die Nachkommen der Junker, die “Roten Barone”, und die vertriebenen Bauern eine heftigen Streit um das Land und wie es bewirtschaftet wird.

Für “Melken und gemolken werden” bin ich durch die ehemalige DDR gereist und habe mit Grafen und ehemaligen LPG-Vorsitzenden gesprochen, mit westdeutschen Pächtern und ostdeutschen Privatbauern, mit Melkerinnen und Traktoristen. Sie alle kommen mit ihrer Sicht auf die Dinge zu Wort.

Dr. Tanja Busse: melken und gemolken werden, die ostdeutsche Landwirtschaft nach der Wende

Melken und gemolken werden. Die ostdeutsche Landwirtschaft nach der Wende Christoph Links Verlag 2001

 

Was hat das zu bedeuten, wenn im Kino immerzu die Welt vor dem Untergang gerettet werden muss?

Als Michel von Lönneberga auf dem Jahrmarkt in Vimmerby ein Feuerwerk entfachte, dachten die Vimmerbyer, nun komme das Ende, denn der Komet falle auf die Erde.

Am Ende des letzten Jahrhunderts, als die Jahrtausendwende nur noch einige Jahre entfernt war, drohten erneut Kometen auf die Erde zu fallen. Diesmal im Kino. Endzeitspannung lag in der Luft, keine Panik, eher ein Grusel, ein Spaß am großen Schrecken. Die Weltuntergangsfilme im Kino schienen nichts als die Folge der neuen Möglichkeiten in der Computeranimation zu sein, doch mein Doktorvater Claus Eurich hatte meinen Blick dafür geschult, dass sich hinter bunten Bildern von neuer Technik mehr verbirgt. So habe ich mich in meiner Dissertation auf die Suche nach Form und Sinn von Weltuntergangserzählungen gemacht.

Meine These: Auch wenn im Kino die Welt nur zum Spaß untergeht, steckt dahinter die uralte apokalyptische Erzählung von der Enthüllung einer Endzeitgefahr und dem Aufruf zu einer richtigen Entscheidung angesichts der Gefahr. Diese apokalyptische Erzählung ist über die Jahrhunderte hinweg immer dann neu erzählt worden, wenn sich eine Kultur in Gefahr wähnt und ihren Untergang spürt.

Heute, mit Finanzkrise und Klimawandel, Peak Oil und Peak Soil, ist die Frage nach dem Umgang mit dem Untergang noch viel aktueller. Dennoch ist das Buch vergriffen.

Weltuntergang als Erlebnis. Apokalyptische Erzählungen in den Massenmedien  Deutscher Universitäts-Verlag 2000

 

Außerdem sind erschienen

  • Dürr, Tobias / Busse, Tanja: Das neue Deutschland. Aufbau Verlag, Berlin 2004
  • Busse, Tanja / Rudolph, Karsten / Heinemann, Ulrich (Herausgeber): Reform an Rhein und Ruhr, Nordrhein-Westfalens Weg ins 21. Jahrhundert, J.H.W. Dietz Verlag, Bonn 2000
  • Busse, Tanja: Bauern ohne Lobby, in: Thomas Leif / Rudolf Speth (Hg.): Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland, Bonn 2006
  • Busse, Tanja: Die Landwirtschaft. Erfolgreiche Transformation der Produktionsgenossenschaften bei Verlust der meisten Arbeitsplätze, in Bahrmann, Hannes / Links, Christoph (Hg.): Am Ziel vorbei. Die deutschen Einheit – Eine Zwischenbilanz, Berlin: Chr. Links Verlag 2005
  • Busse, Tanja: Sechzehn Jahre sind kein Leben. Die Kinder der Ära Kohl. In: Dürr, Tobias/ Soldt, Rüdiger (Hg.): Die CDU nach Kohl, Ffm: Fischer 1998
  • Busse, Tanja: Alles gleich gültig. Indifferenz und symbolische Anteilnahme: über Untergangsmythen und den Umgang mit der Apokalypse vor der Jahrtausendwende. In: Schwelling, Birgit/ Krause, Peter: Gleichgültigkeit und Gesellschaft. Interdisziplinäre Annäherungen an ein Phänomen, Berlin: Berlin Verlag Arno Spitz 1998